TEAM ACTIVITIES - Settingorientiertes Sport- und Gesundheitsmanagement

Settingorientiertes Sport- und Gesundheitsmanagement

Bedingt durch die demografischen und gesellschaftlichen Veränderungen sowie durch die erhöhten Ansprüche in der Arbeitswelt, wird die Förderung von Gesundheit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz immer bedeutender. Nur wer sich an seinem Arbeitsplatz wohl fühlt, kann auch einen entscheidenden Beitrag zur Produktivität eines Unternehmens leisten. Davon profitieren sowohl die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer als auch die Unternehmen und auch das öffentliche Gesundheitswesen in Österreich.

Die Gesundheit jedes Einzelnen wird stark von der Arbeitswelt geprägt. Das liegt nicht nur daran, dass die meisten von uns einen grißen Teil ihrer Lebenszeit am Arbeitsplatz verbringen, sondern auch an der Situation im jeweiligen Unternehmen, die direkten Einfluss auf den Gesundheitszustand der MitarbeiterInnen hat. Umgekehrt sind die Betriebe natürlich auch auf die Leistungsfähigkeit und damit auch auf die Gesundheit ihrer MitarbeiterInnen angewiesen.

Es sind drei Faktoren, die durch ihre Wechselwirkung die Gesundheit der MitarbeiterInnen bestimmen:
° die bestehende Arbeitsbelastung
° die vorhandenen gesundheitlichen Ressourcen
° das soziale Klima im Unternehmen


Die Betriebliche Gesundheitsförderung setzt auf diesen drei Säulen an und versucht maßgeschneiderte Antworten und Verbesserungsmöglichkeiten zu entwickeln. Viele Modellbeispiele eigen, dass sich durch die Prozesse und Maßnahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung positive Effekte in Bezug auf die Gesundheit und Zufriedenheit der MitarbeiterInnen einstellen und sich dieser Ansatz auch ökonomisch rechnet.


Krankenstandstage und -fälle in Österreich 2009 nach den häufigsten Diagnosen

Diagnose
Atemwege
Bewegungsapparat
Verdauung
Verletzung / Unfälle
Herz / Kreislauf
Psyche / Nervensystem
Augen / Ohren
Infektionskrankheiten
Sonstiges
Krankenstandsfälle in %
43,4
13,2
12,3
8,8
2,1
3,4
1,7
1,1
14,0
Krankenstandsfälle in Tagen
25,4
21,4
7,2
16,4
3,9
7,9
1,5
0,9
15,4

Beiderseiten Nutzen

Beispiel positiver Effekte für das Unternehmen
Erhöhte Produktivität
Verbesserte Arbeitsqualität
Verbesserte Kommunikation und Kooperation
Weniger Fluktuation und Fehlzeiten
Image-Aufwertung
Beispiel positiver Effekte für die MitarbeiterInnen
Erhöhte Arbeitszufriedenheit
Verminderung von Belastungsfaktoren
Verbessertes Teamklima
Verbessertes Betriebsklima
Gesteigertes Wohlbefinden

Das Konzept der Betrieblichen Gesundheitsförderung baut auf folgenden Prinzipien auf:

1. Ganzeitliches Gesundheitsverständnis
Motto: Verhalten und Verhältnisse neu gestalten
Betriebliche Gesunderheitsförderung will nicht nur individuelle Verhaltensweisen, sondern auch die Rahmenbedingungen – also Arbeitsabläufe und -strukturen im Betrieb – „gesünder“ gestalten.

2. Partizipation
Motto: die MitarbeiterInnen einbeziehen
Die Betriebliche Gesundheitsförderung will Gesundheitsmaßnahmen im Unternehmen für die Beschäftigten implementieren, es geht jedoch vorallem darum, gemeinsam mit den MitarbeiterInnen die eigenen und die Unternehmensgesundheit zu verbessern.

3. Projektmanagement-Kreislauf

Motto: systematisch vorgehen – von der Analyse bis zur Auswertung
Für eine erfolgreiche und sinnvolle Betriebliche Gesundheitsförderung wird ein plan- und zielorientiertes Vorgehen benötigt. Nur so kann Gesundheit in der Unternehmenskultur verankert werden.

4. Beteiligte und Betroffene
Motto: als Unternehmen aktiv werden
Unterstützung von außen kann nur ein Anstoß sein. Betriebliche Gesundheitsförderung soll aber die Kompetenzen und Fähigkeiten innerhalb des Betriebes dauerhaft erhöhen.

5 Schritte auf dem Weg zum gesunden Unternehmen

° Strukturaufbau
° Diagnose (Problemanalyse, Bedarfserhebung)
° Planung (Stategieentwicklung, Ressourcenplanung)
° Umsetzung (Maßnahmen, Qualitätssicherung)
° Dokumentation und Auswertung (Ergebnisalayse bzw. Prozess- und Ergebnisevaluierung)



Die Determinanten der Gesundheit

Vorallem die folgende Idee steht hinter dem Determinanten-Konzept: Sowohl die Verhältnisse, in denen wir leben, als auch unser Verhalten können uns gesund erhalten oder krank machen.

Die Determinanten der Gesundheit sind jene bestimmenden Faktoren, die unsere Gesundheit wesentlich beeinflussen. Zusammenfassen lassen sich diese Faktoren in drei große Bereiche:
° sozioökonomische Faktoren und umweltbedingte Verhältnisse
° Lebensweisen und Lebensstile
° individuelle Faktoren – also Alter, Geschlecht und erbliche Faktoren


Die WHO definiert in ihrer Jakarta-Erklärung 1997 die Determinanten für Gesundheit im Detail: „Grundvoraussetzungen für Gesundheit sind Frieden, Unterkunft, Bildung, soziale Sicherheit, soziale Beziehungen, Nahrung, Einkommen, Handlungskompetenzen (Empowerment) von Frauen, ein stabiles Ökosystem, nachhaltige Nutzung von von Ressourcen, soziale Gerechtigkeit, die Achtung der Menschenrechte und die Chancengleichheit.“

Die Gesundheitsförderung zielt auf jene Faktoren ab, die verändert und beeinflusst werden können. Nach dem Verständnis eines umfassenden Gesundheitsbegriffs lautet die zentrale Frage, über welche gesundheitsfördernden personalen und sozialen Ressourcen ein Individuum verfügen können soll oder muss, um sein bio-psycho-soziales Wohlbefinden zu optimieren und wie diese Ressourcen gefördert werden können.

Die Determinanten für Gesundheit und Krankheit und ihre Ursachen werden entscheidend in den physischen und sozialen Umwelten des Menschen geschaffen. Daher ist es die Kernaufgabe der Gesundheitsförderung, Einzelne und Gemeinschaften darin zu stärken, mehr Kontrolle über die bestimmenden Faktoren der Gesundheit zu gewinnen. Die Gesundheitschancen der gesundheitlich und sozial belasteten oder schwachen Bevölkerungsgruppen müssen dabei besonders verbessert werden. Denn Armut stellt immer noch die größte Bedrohung für Gesundheit dar.

Verhältnis- und Verhaltensorientierung

Die Gesundheitsförderung betrachtet den Menschen und seine Gesundheit ganzheitlich. Das heißt, seine Umwelt – im sozialen und physischen Sinn – muss ebenso berücksichtigt werden wie persönliche Faktoren – also genetische Veranlagung, Kompetenzen, Motivation und Anpassung an die Umwelt. Diese Faktoren haben auf allen Ebenen Einfluss auf die Gesundheit des Einzelnen.

Die Schaffung von Lebensbedingungen, die die Fähigkeiten Einzelner und von Gemeinschaften darin stärken, so zu leben, dass ihre Gesundheit optimiert und erhalten werden kann, ist das zentrale Prinzip der Gesundheitsförderung.

Soziokulturell beeinflusste Lebensweisen sind dabei genauso wichtig wie individuelle Verhaltensweisen. Es sind sowohl die Verhältnisse, in denen Menschen leben, als auch ihr Verhalten in Bezug auf ihre Lebensweise und ihren Lebensstil, die Gesundheitsförderungs-Fachleute berücksichtigen, wenn es darum geht, Individuen und Gemeinschaften darin zu stärken, mehr Kontrolle über die bestimmenden Faktoren ihrer Gesundheit zu gewinnen.

Bei einer verhaltens- und verhältnisorientierten Primärprävention mit umfassendem – bio-psycho-sozialem – Gesundheitsbegriff geht es in erster Linie darum, gesundheitsgefährdende Risiken zu erkennen und zu vermeiden. Durch die Beeinflussung bestimmter Risikofaktoren soll Krankheiten vorgebeugt werden.

Konzept der Salutogenese

Gesundheit und Krankheit schließen einander nicht aus. Nach dem Medizinsoziologen Aaron Antonovsky (1923-1994) sind sie vielmehr nur die Endpunkte auf einem so genannten Gesundheits-Krankheits-Kontinuum. Jeder Mensch könne jederzeit auf dieser Strecke zwischen Anfangs- und Endpunkt lokalisiert werden. Vollkommen gesund oder vollkommen krank kann ein Individuum nach dieser Theorie in keinem Fall sein. Entscheidend sei auch nicht die Frage, ob der Mensch gesund oder krank, sondern wie groß seine Entfernung zu den beiden Polen jeweils sei.

Einfluss auf den jeweiligen Status eines Menschen innerhalb dieses Kontinuums haben sowohl soziale als auch persönliche und umweltbedingte Faktoren, die die Gesundheit entweder fördern oder belasten.

„Gesundheit ist der Zustand des völlständigen körperlichen, geistigen und soziallen Wohlbefindens und nicht nur das Freisein von Krankheit.“ (gemäß der Weltgesundheitsorganisation „WHO“)







Gesundheitliche Chancengleichheit

Die Ottawa-Charta 1986 und das gesundheitspolitische Rahmenkonzept der WHO „Gesundheit für alle im 21. Jahrhundert“ der WHO-Regionalbüros für Europa zielen auf gesundheitliche Chancengleichheit ab, die es allen Menschen – unabhängig von sozialen, ökonomischen, ethnischen und Geschlechterunterschieden – ermöglicht, ihre Gesundheit zu gestalten und zu erhalten.

Voraussetzung dafür ist, dass alle Menschen Zugang zu Gesundheitsressourcen haben. Die Gesundheitsförderung spielt dabei eine zentrale Rolle. Die Ottawa Charta 1986 hebt die Aufgaben der Gesundheitsförderung besonders hervor, wenn es um Chancengleichheit auf dem Gebiet der Gesundheit geht: „Gesundheitsförderndes Handeln bemüht sich darum, bestehende soziale Unterschiede des Gesundheitszustandes zu verringern sowie gleiche Möglichkeiten und Voraussetzungen zu schaffen, damit alle Menschen befähigt werden, ihr größtmögliches Gesundheitspotential zu verwirklichen. Dies umfasst sowohl Geborgenheit und Verwurzelung in einer unterstützenden sozialen Umwelt, den Zugang zu allen wesentlichen Informationen und die Entfaltung von praktischen Fertigkeiten als auch die Möglichkeit, selber Entscheidungen in bezug auf die persönliche Gesundheit treffen zu können.“

Bewegung – Ernährung – Entspannung

Ein gesundes Maß an Bewegung, ausgewogene Ernährung, aber auch bewusstes Entspannen und aktive Stressprävention erhöhen körperliches und geistiges Wohlbefinden – kurz: Die Lebensqualität (im beruflichen wie im privaten Bereich) wird gesteigert.

Individuelles Konzept

Ein individuell zugeschnittenes Sport- und Gesundheitskonzept ist die Basis für ein erfolgreiches und effektives Training zur Erreichung der persönlichen Ziele. Durch entsprechende Tests wird der persönliche Ist-Zustand ermittelt, der als Grundlage zur Erstellung eines Komplettkonzeptes gilt. Dabei spielen die Bereiche Bewegung, Ernährung und Entspannung eine übergeordnete Rolle. Wir ziehen Ihre Wünsche, Ziele und Möglichkeiten in unsere Überlegungen mit ein und erstellen mit unserem Know-how und der Kompetenz unserer Mitarbeiter und Partner ein persönliches, maßgeschneidertes Maßnahmen-Paket.

Nachhaltigkeit

TEAM ACTIVITIES ist es ein großes Anliegen, dass sich die entwickelten Maßnahmen nachhaltig in Ihrem Alltag auswirken und bewähren. Daher sind unsere Konzepte dementsprechend ausgearbeitet.

Sport- und Gesundheitsangebote für Unternehmen:

Firmen nutzen unser Angebot, um das „Wir-Gefühl“ in ihrem Unternehmen zu festigen und zu steigern, um die Kollegialität und Teamfähigkeit im Betrieb zu erhöhen, aber auch um den Gesundheitszustand der Mitarbeiter zu verbessern. Das Angebot reicht von Vorträgen über Workshops zu den Themen Stressmanagement bzw. Suchtprävention und Ernährung bis hin zu Fitnesstagen, Erlebnis-Wochenenden und der Implementierung von BGF- Projekten und praxisorientierten Gesundheitsförderungsprojekten.

Quelle: www.fgoe.org